Rommelfanger in der Schweiz

25. Mai … und jetzt?

Das haben wir ja alle vorher kommen sehen. Am 26. Mai haben wir unser Mailprogramme geöffnet und wie gehabt waren sie alle noch da, es sind sogar noch etliche mehr in unserem Postfach gewesen. Die Rede ist von Spams - unzulässige Werbemails, an unsere unrechtmäßig erworbenen Mailadressen gesendet. Dafür dürfen wir zittern, ob nicht so ein Vollpfosten von Anwalt nicht irgendeine Lücke findet in unserer Datenschutzerklärung.
Und was heißt hier "unrechtmäßig erworben"? Wenn die Behörden höchstpersönlich unsere Daten verhökern erklärt das allerdings, warum so wenig geschieht im Kampf gegen die professionellen Abzocker.
Wer kennt das nicht? Mails, die uns im Gewand unserer vertrauten Händler und Bänker darauf hinweisen, daß böse Buben Zugriff auf unser Konto wollten, oder gar, daß dieses gesperrt werden muß. Der Vorgang heißt Phishing und ist ein Versuch, elektronisch bei uns einzubrechen und uns zu schädigen. Der Vorgang ist so alltäglich und wird immer professioneller, daß wir inzwischen mit Namen angesprochen werden. Wer sich noch DVDs ansieht, kennt sicher die Kampagne zum Raubkopieren: Die IP-Adresse kann verfolgt werden etc. Raubkopierer sind nicht anonym - es sei denn, es handelt sich um einen Interessenkonflikt.
Was mir bloß dabei ins Auge sticht ist, daß es selbst den Firmen egal ist, ob in Ihrem Namen Attacken auf die Konten ihrer Kunden erfolgen. Theoretisch ist ja ihr Kunde und der Ruf der Organisation gefährdet, allerdings leistet der Staat ja hier Amtshilfe, da im Falle eines Schadens - GENAU - eben dieser Kunde haftet.
Nee - ich mache hier Schluß, bevor mir die Galle hochkommt.