Rommelfanger in der Schweiz

Die neue Heilpraktikerprüfung

Es gibt wieder einmal gesetzliche Veränderungen. Zum 22. 3. 2018 git es neue Leitlinien zur Überprüfung von Heilpraktikeranwärterinnen und -anwärtern nach § 2 des Heilpraktikergesetzes in Verbindung mit § 2 Absatz 1 Buchstabe i der Ersten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz.


Die Download-Adresse dazu


So »richtig« hat sich da nichts geändert. Aus unserer Sicht eben. Wir haben unsere Schüler/innen ohnehin schon immer gerne auf zwei sicheren Standbeinen gesehen, was ja vielleicht auch die gute Bestehensquote erklärt. Wer da Zweifel hat, soll sich unsere Amtsarztfragen zur Heilpraktikerprüfung ansehen. Die werden jetzt nämlich erst so richtig wichtig. Wer sich in Zukunft mit Trivialliteratur vorbereitet, wird bei der Prüfung Zugluft spüren. Wie man an die Bücher kommt? Nach wie vor beim 4-Elementeverlag.
Und das betrifft nicht nur die kommenden Generationen, sondern auch die Niedergelassenen - ich weiß, Heilpraktiker lassen sich nicht nieder, HP's müssen arbeiten.
Kann man jetzt nicht pauschal so stehen lassen, aber für das grobe Bild reicht's schon.
Heilpraktikerpraxen werden in Zukunft besser auf ein gepflegtes Äußeres sehen müssen und das fängt bei der Homepage an. Ich arbeite ja jetzt seit gut zwanzig Jahren mit homepages und habe den ganzen Hype hautnah erlebt. Wenn ich mir Homepages so ansehe, sehe ich natürlich sofort den Aufbau und vor allem die Grenzen der Seiten. Viele Seiten schöpfen nicht nur ihr Potential nicht aus, sondern dadurch, daß sie nicht Schritt gehalten haben mit den neuen Möglichkeiten, die uns die neuen Medien ermöglichen, fallen viele Seiten schon beim ersten Aufruf durch.
Warum kümmert mich das?
Wenn die HP-Praxen nicht mehr wettbewerbsfähig und modern sind, geraten sie immer mehr in die Nische. Daß die etablierten Pharmamediziner daraus eine Schmuddelkiste wird erleben wir immer wieder. Wer das nicht so empfindet, sei auf das folgende Zitat hingewiesen:

Für den Versorgungsalltag könnte dies bedeuten, dass viele neue Heilpraktikeranwärter an der alternativmedizinischen Hürde scheitern, sich dann das Angebot komplementär- und alternativmedizinischer Angebote sukzessive ganz auf die Ärzteseite verlagert.

Wäre es nicht so traurig - man könnte tagelang darüber lachen.
De facto hieße dies das Ende der Naturheilkunde und wir werden dem nicht tatenlos zusehen.